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SEHSCHULE

Abteilung für Orthoptik, Pleoptik und Motilitätsstörungen

Die Bezeichnung 'Sehschule' ist ein veralteter Begriff aus den 1920er Jahren, aber heute immer noch gebräuchlicher Ausdruck für eine ophthalmologische Spezialabteilung für Orthoptik, Pleoptik und Motilitätsstörungen.

Heute versteht man unter 'Sehschule' eine Spezialabteilung der Augenheilkunde.

In enger Zusammenarbeit von Orthoptisten und Augenärzten werden Augenmuskelgleichgewichtsstörungen, Schielen, Augenmuskellähmungen, Nystagmus (Augenzittern), Amblyopien (Schwachsichtigkeiten) diagnostiziert und behandelt.

Gerade in der Kinderophthalmologie ist das direkte fächerübergreifende Zusammenwirken von Orthoptisten und Augenärzten ein enormer Vorteil.

Lese-Rechtschreibstörung und Legasthenie

Bei der Fragestellung ob Teilleistungsstörungen wie Legasthenie den Entwicklungs- und Schulproblemen zu Grunde liegen, oder ob die Problematik okulär, also von den Auge her, bedingt ist und eine okuläre Lese-Rechtschreibstörung vorliegt, müssen Augenärzte mit kinderophthalmologischer Erfahrung, Orthoptisten und Kinderpsychologen eng zusammenwirken.

Diese Fragestellungen umfassen den Hauptanteil unserer Sehschule.

Insbesondere bei folgenden Erscheinungen sollte der Augenarzt aufgesucht werden:

Unsere Orthoptisten bieten in Zusammenarbeit mit unseren Augenärzten Untersuchung, Diagnose und Therapie in Hinblick auf

Weitere Gebiete der Sehschule

Die Sehschule wird aber auch in neuroophthalmologischen Fragestellungen, Schlaganfällen, Unfällen, Gesichtsfeldausfällen diverser Ursachen tätig.

Vergrößernde Sehhilfen

Ein Spezialgebiet der Sehschule ist die Untersuchung, Beratung und Versorgung mit vergrößernden Sehhilfen, Lupen, Lupensystemen und elektronischen Lesegeräten.

Hier arbeitet die Sehschule sehr eng mit unseren Spezialisten der Brillenoptik zusammen.

Was ist eine Orthoptistin?

Orthoptisten absolvieren ein sechssemestriges Studium an der Akademie für Orthoptik (FH) und sind ein anerkannter reglementierter Gesundheitsberuf, der staatlich geregelt ist. Der Studienabschluss endet mit der Verleihung des Titels "Bachelor of Science in Health Studies (BCs). Der Berufsstand der Orthoptisten unterliegt den Qualitätskriterien und Ausbildungsrichtlinien des Gesundheitsministeriums.

Ihr Aufgabenbereich ist Diagnose und Therapie bei Schielen, Schwachsichtigkeit, Paresen, vergrößernde Sehhilfen und neuroophthalmologische Rehabilitation.

Achtung vor Sehtrainern!

Abzuraten ist von Ratschlägen sogenannter Sehtrainer bzw. Augentrainer, nach denen man bei Kindern die Brille weglassen und Schielen und andere Sehfehler wegtrainieren soll.

Diese Sehtrainer berufen sich auf die Lehre des amerikanischen Augenarztes Bates. Dieser ist im Jahr 1919 dem Irrglauben erlegen, dass Sehfehler und Schielen nur vom Zustand der Augenmuskel abhängt.

Diese Lehre ist widerlegt und die Therapien sind obsolet. Aus augenärztlicher Sicht muss davor gewarnt werden. Seh- bzw- Augentrainer sind kein Gesundheitsberuf. Diese absolvieren dreiwöchige Wochenendkurse und werden staatlich nicht kontrolliert.

Gerade das Weglassen von notwendigen Korrekturen bei Kindern kann irreversible Schäden und andauernde Schwachsichtigkeit eines Auges zur Folge haben.

Die Untersuchung von Kindern erfordert ein gutes Einfühlungsvermögen von  Orthoptisten, Augenärzten und Assistenten. Wichtig ist vor allem das gute Einvernehmen zwischen Untersuchenden, Eltern und den kleinen Patienten.

An fehlgeschlagenen Kinderuntersuchungen sind meist nie die kleinen Patienten Schuld, sondern fast immer mangelndes Einfühlungsvermögen und Erfahrung der Untersuchenden.

 

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